Über mich
„In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der Weltgeschichte, aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn und die klugen Tiere mussten sterben.“Friedrich Nietzsche, Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne
Die fantastische Literatur bietet einem die Möglichkeit, das Bekannte und Vertraute neu zu interpretieren. Sich auf eine andere Perspektive einzulassen, eine Perspektive, die unseren eigenen Vorstellungen zunächst zu widersprechen scheint. Doch widerspricht sie ihnen wirklich? Was sind die Beweggründe unseres Handelns und unserer Entscheidungen? Welche Rolle spielen dabei unsere Erfahrungen und die Gesellschaft, in der wir leben?
Die Katharsis lässt uns Konflikte und Probleme emotional zuspitzen, auflösen oder weiterbestehen. Eine dieser Zuspitzungen ist die Darstellung des Übernatürlichen. Dieses wird entweder als gut und hilfreich für die Menschen oder als böse und zerstörerisch dargestellt. Oder interessiert es sich überhaupt nicht für die Menschen, weil diese zu unbedeutend sind?
Nach welchen Maßstäben beurteilen wir überhaupt das Handeln anderer, und warum halten wir unsere eigenen Maßstäbe für selbstverständlich?